Rezension

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"Gezeitenwechsel im Hochharz" von Christa Hartmeyer

    Wahre Geschichten, historisch und lesenswert

 

Druck und Verlag: Franconica-Verlag Martin Schunk      261 Seiten, zahlreiche Fotos

 

Rezension von Prof.  Dr.  Lutz Wille / Jürgen Kohlrausch

 

 

In ihren biographischen Erinnerungen schildert die Autorin als Zeitzeugin das Schicksal zweier Familien über mehrere Generationen während der Herrschaft des Nationalsozialismus, der Nachkriegszeit und des SED-Regimes in einer kleinen Harzstadt. Damit legt sie zugleich ein Stück lokaler Sozial- und Zeitgeschichte vor.

Ihr Bericht ist lesenswert, verblasst doch heutzutage die Zeit des Dritten Reiches und des Weltkrieges immer mehr Und neuerdings setzt zunehmend auch eine Aufarbeitung der zusammengebrochenen DDR ein, bei der Repressalien, politische Prozesse, Ausweisung und Nötigung zur Flucht beinahe verdrängt werden.

Bei Christa Hartmeyer kann nun nachgelesen werden, wie der manchmal triste und oft bedrückende Alltag in ihrer Heimatstadt Benneckenstein, einem Harzort in der Sperrzone des Grenzgebietes zur BRD, aussah und was sich damals dort abspielte.

Die Autorin lässt die Leser aber auch Anteil haben an den Glücksmomenten ihres Lebens, an den fröhlichen Stunden im Familien- und Freundeskreis, sowie an ihrer insgesamt positiven und lebensbejahenden Einstellung.

 

Bilder aus "Gezeitenwechsel im Hochharz"

DDR Alltag

Siggi 1955

1989 Grenze offen ...

 

Die Familie 2000, es lag viel dazwischen !

Christa Hartmeyer,

die stolze Autorin mit ihrem Buch

Es geht also nicht um Insektivoren, sondern um die Geschichte der Familien Auschrat/Hartmeyer von etwa 1936 bis 2000. Es sind wahre Geschichten über Krieg, DDR, Enteignung, Flucht und Neuanfang, die mit vielen Fotos dokumentiert sind. Das Buch hat beste Kritiken und sogar von der Deutschen Staatsbibliothek Berlin wurde es bestellt. Eine erste Auflage ist bereits vergriffen, da die Schilderungen besonders im früheren Grenzgebiet der DDR viele begeisterte Leser fanden.

Seitenende (27.1.2009)